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Mittwoch, 6. September 2017

Klimaschutz? Fehlanzeige - Angela Merkel im Fernsehduell mit Martin Schulz

[sfv-rundmail] 04.09.2017


1. (WvF) Klimaschutz im motorisierten Individualverkehr - Merkel und Schulz ahnungslos

2. (Rundbrief von Hans-Josef Fell) Klimakatastrophe!
Verursacherforschung? Merkwürdige Stille auch im Kanzlerduell.




1. (WvF) Klimaschutz im motorisierten Individualverkehr - Merkel und Schulz ahnungslos

Die Klimafrage wurde im Kanzlerduell nur einmal und nur völlig beiläufig gestreift und zwar im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Auf den Vorwurf, sie habe im Zusammenhang mit dem Betrug der Automobilhersteller zu wenig unternommen, schilderte Angela Merkel nicht, was sie unternommen habe, sondern wie sie sich fühle:

"Ich bin entsetzt, ich bin stocksauer, weil genau das passiert, was Herr​ ​Schulz gesagt hat: Ein Pfeiler, ein Hauptpfeiler unserer Wirtschaft -​ ​des Exportweltmeisters Deutschland - ist in Gefahr geraten, und damit​ ​Hunderttausende von Arbeitsplätzen und Menschen, die nichts und​ ​garnichts dafür können. Dazu noch haben wir politisch gesagt - und dazu​ ​stehe ich auch: Wir brauchen den Diesel, um die Klimaschutzziele​ ​einzuhalten."

Der letzte Satz ist ein klimapolitischer Skandal, denn das Gegenteil ist richtig. Mit dem Diesel kann Deutschland die Klimaschutzziele eben NICHT​ ​einhalten, denn Diesel-, wie auch Benzinfahrzeuge emittieren das Klimagas CO2!

Kein Widerspruch von Martin Schulz!

Weder von Angela Merkel (CDU) noch von Martin Schulz (SPD) auch nur ein Wort zur Förderung der Elektromobilität und zum Zurückdrängen des motorisierten Individualverkehrs!

Weder von Merkel noch von Schulz ein Wort von der Verpflichtung der​ ​Automobilhersteller, die bereits verkauften Diesel-Autos technisch so​ ​nachzurüsten, dass sie im Fahrbetrieb die staatlich vorgeschriebenen Emissionswerte einhalten wie jedes deutsche Exportauto für die USA. Sowohl Merkel als auch Schulz bestätigten, dass es sich um Betrug handelt. Aber mit ihrer Untätigkeit stellen sie sich schützend vor die Betrüger anstatt vor die betrogenen Dieslkäufer.​ ​Ist Deutschland kein Rechtsstaat mehr, gehen Konzerninteressen vor?

Lediglich die Möglichkeit von Musterklagen der betrogenen Dieselfahrer gegen die betrügerischen Autofirmen wurde zwischen Merkel und Schulz kurz diskutiert.

Als Abhilfe fordern weder Merkel noch Schulz eine Rückrufaktion mit kostenloser Nachrüstung auf den Stand, den neuerdings die Exportfahrzeuge in die USA haben, sondern lediglich ein Update der betrügerischen Abschalteinrichtungen.

So sieht der Umweltverbund aus:
E- Mobilität per Zahnradbahn Zacke in Stuttgart, Fahrräder und Fußgänger


2. (Rundbrief von Hans-Josef Fell)
Klimakatastrophe! Verursacherforschung? Merkwürdige Stille auch im Kanzlerduell.

Bei fast allen großen Katastrophen der Welt berichten Medien ausführlich von den schrecklichen Auswirkungen und suchen akribisch genau nach schuldigen Verursachern.

Bauerherren wurden bei der Londoner Hochhausbrandkatastrophe als Verursacher genannt, als herauskam, dass schnell entzündliche Wandverkleidung den Brand eines Kühlschrankes beschleunigte. Nach Schuldigen wird gesucht, wenn große Fährschiffe untergehen oder Flugzeuge abstürzen.
Terrorkatastrophen beherrschen tagelang die weltweiten Schlagzeilen mit der Suche nach Versäumnissen von Politikern, Polizisten und Richtern, die vielleicht Abschiebungen und Identifizierungen von Gefährdern versäumten.

Das ist alles notwendig, gut und richtig, denn aus Ursachenforschung können ja Strategien zur Vermeidung künftiger Katastrophen entwickelt werden.

Nun wird die Welt aber gerade von Katastrophen heimgesucht, die sie in dieser Heftigkeit und Häufigkeit (mit Ausnahme von Kriegen) noch nicht gesehen hat.

Doch selbst im Kanzlerduell gestern Abend spielte die aktuell grausam zuschlagende Klimakatastrophe keine Rolle. Unfassbar!

Metropolen wie Mumbai in Indien oder Houston in Texas werden aktuell katastrophal überschwemmt. 
In Indien, Nepal, Bangladesch sterben über 2.000 Menschen an ungewöhnlich heftigen Monsunregenfällen. 
In Nigeria müssen Hundertausende vor Überschwemmungen fliehen. 
In Südeuropa, Sibirien, Kalifornien vernichten Waldbrände nicht nur riesige Waldregionen, sondern auch Dörfer. 
Dürrekatastrophen z.B. in Ostafrika lassen tausende Menschen verhungern und schlagen Millionen in die Flucht. 
In der Schweiz gibt es katastrophale Bergstürze. 
In Deutschland und im Alpenraum nehmen die Auswirkungen von Überschwemmungen, Stürmen, Gewittern immer größere Ausmaße an. 
In den 1980er Jahren hätten Gewitter in Deutschland laut Münchner Rückversicherung noch Schäden von jährlich rund 200 Millionen Euro verursacht. Heute ist es mit 1,5 Milliar­den Euro mehr als das Siebenfache.

Alles sind Katastrophenmeldungen der letzten Tage und Wochen in der Mitte des Jahres 2017.

Millionen Menschen werden obdachlos und stehen vor dem Nichts. Kein Hochhausbrand, keine Flugzeugkatastrophe, kein Terroranschlag, so schlimm sie auch sind, hat solche katastrophale Dimensionen wie die Klimakatastrophe.

Dabei haben Klimaforscher, Klimaschützer und ökologisch denkende Politiker seit Jahrzehnten davor gewarnt: Die Klimakatastrophe wird mit jedem Zehntelgrad Erderwärmung immer schlimmer.

Und nun ist die Klimakatastrophe da mit schrecklichen Ausmaßen und unvorstellbarem Leid; kein fernes Schreckensgemälde der Zukunft mehr, sondern heute mitten unter uns, weltweit. Mal schlägt sie zu in Simbach am Inn, mal in Houston, mal in Mumbai, mal in Portugals verbrannten Dörfern oder in vom ansteigenden Meeresspiegel überschwemmten Südseeinseln. Wen es morgen oder im nächsten Jahr mit katastrophalen Auswirkungen treffen wird, wissen wir nicht. Nur eines wissen wir: es kann jeden auch bei uns treffen und es wird immer mehr immer schlimmer treffen.

Doch wo ist denn die breit gefächerte Analyse in den Medien und in regierungsamtlicher Politik über die Ursachen und die Schuldigen, wie sie sonst bei Katastrophen üblich sind? Warum gibt es keine echte Ursachen- und Verursacheranalyse, um daraus Strategien für das Ende der Klimakatastrophe abzuleiten?

Längst ist doch alles klar: Die heutigen Auswirkungen dieser Klimakatastrophe haben ihre Ursache in den Klimagasemissionen der letzten Jahrzehnte, hauptsächlich verursacht durch das Verbrennen von Erdöl, Erdgas und Kohle in Autos, Heizungen und Kraftwerken. Aber wo ist denn in Verbindung mit der Berichterstattung aus Houston oder Mumbai die Forderungen nach einem Ende jeglicher Klimagasemissionen, die ja genau die Ursache sind?

Jeder weiß es, aber dennoch wurde und wird von den Hauptverursachern alles getan, dass die Klimakatastrophe immer schlimmer wird. Fossil betriebene Verbrennungsmotoren sollen weiter das Geschäft von deutschen Autoherstellern befördern, geschützt von Politikern aus Union, SPD und FDP.
Kohlekraftwerke erhielten gar neue Subventionen, statt sie endlich stillzulegen, Erdgasheizungen werden weiter subventioniert und neue Pipelines nach Russland gebaut.

Eine Suche nach den Hauptschuldigen, die Gesetze und Subventionen für weitere Klimagasemissionen schaffen, statt sie abzuschaffen, eine Suche nach Managern von Konzernen, die alles daran setzen, ihre Geschäfte mit Erdöl, Kohle und Erdgas weiter aufrecht zu erhalten, also eine Suche nach den Verursachern der Klimakatastrophe, findet in den großen Medien kaum statt. Eine Suche nach den Hauptverantwortlichen in Medien und Werbewirtschaft, die die Kampagnen der Klimawandelleugner oder die Diffamierungskampagnen gegen die Erneuerbaren Energien leiten, gibt es erst recht nicht. Dabei kann man viel Unglaubliches nachlesen und erfahren, wenn man Quellen von Klimaschutzorganisationen, grünen Politikern oder mutigen Journalisten liest, die eben nicht dem Mainstream der Medienlandschaft folgen, die die fossile Wirtschaft schützen.

Anklagen gegen die Verursacher der Klimakatastrophen vor internationalen Tribunalen gibt es genauso wenig wie internationale und nationale Gerichtshöfe, die die Schuldigen für das von ihnen verursachte Leid von Millionen Menschen zur Rechenschaft ziehen. Es wird Zeit, dass endlich Aktivitäten für solche internationalen Tribunale gegen die Hauptverursacher der Klimakatastrophe entfacht werden.
Sicherlich würde als einer der ersten der amtierende US-Außenminister Rex Tillerson, vorher jahrzehntelanger Chef von Exxon, größter US-Ölkonzern, auf der Anklagebank eines Klimakatastrophentribunals landen. So hatten er und sein Konzern bereits seit über 40 Jahren über die Folgen des vom Erdöl verursachten Klimawandels gewusst, aber alles getan, dies zu verschleiern. Exxon hatte auch Kampagnen zur Leugnung des Klimawandels unterstützt. Und im Kanzlerduell hält Kandidat Martin Schulz (SPD) ihn auch noch für einen sehr ehrenwerten Mann.

Tillserson würde wohl antworten, dass er mit dem Erdöl Wohlstand nach Texas gebracht habe. Einen Wohlstand, den heute Millionen von Menschen in Texas nach dem Hurrikan Harvey mit der Vernichtung ihrer Existenzen oder ihres Wohlstandes bezahlen müssen.

Wann werden endlich führende Politiker wie Kanzlerin Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) zur Rechenschaft gezogen, weil sie zwar irgendwie über Klimaschutz reden, aber gleichzeitig mit Stützung der Kohlekraftwerke, von Erdgas und von Erdölverbrennungsautos die Klimakatastrophe weiter beschleunigen? Wenn der sogenannten Klimakanzlerin Merkel die Klimakatastrophe wirklich ernst wäre, hätte Sie selbst, genauso wie Martin Schulz (SPD), dies aktiv aufgreifen müssen, auch angesichts des Versagens der ARD Moderatoren, die diese alles entscheidende Menschheitsfrage nicht ernsthaft ansprachen. Bei allen Terrortoten werden zu Recht Schweigeminuten bei großen Ereignissen eingelegt. Aber die aktuell tausenden Toten durch Klimakatastrophe spielen im TV-Kanzlerduell keine Rolle – und Kanzlerkandidatin Merkel hält in ihrem TV-Duell Schlusswort die Digitalisierung für die größte Herausforderung.

Doch es sind nicht nur Tillerson, Merkel und Co. aus Politik, Medien und Management, die die alleinige Schuld am Klimawandel tragen. Es ist vielmehr ein kollektives Fehlverhalten von geschätzt über 90 % der weltweiten Bevölkerung, die weiter auf Erdölautos, Erdgasheizungen und Strom aus Kohle setzen. Sie alle behaupten, anders keinen Wohlstand haben zu können, ignorieren das eigene Fehlverhalten, interessieren sich nicht für politische Wahlprogramme zum Klimaschutz. Sie tun Klimaschutz ab als Bedrohung für ihren Wohlstand und begreifen nicht, dass sie früher oder später alle genau diesen Wohlstand durch die Klimakatastrophe verlieren werden.

Kaum jemanden ist bewusst, dass alle Klimagasemissionen die Klimakatstrophe befördern, auch die auf niedrigem Emissionsniveau. Jede Autofahrt mit fossil betriebenem Verbrennungsmotor, nicht nur mit dem Diesel, jede von Ihnen gekaufte und verbrauchte Kilowattstunde Strom aus Kohle- oder Erdgaskraftwerken treibt die Erdtemperatur nach oben und damit tiefer in die Klimakatstrophe. Eine merkwürdige Stille und Schweigen ist in den Medien über diese so einfach zu beschreibende Ursache der Klimakatastrophe.

Doch wie ein Strauß den Kopf in den Sand zu stecken, hat noch niemanden vor Katastrophen gerettet.

Berlin, den 04. September 2017

Ihr Hans-Josef Fell

Bei Kommentaren oder Fragen wenden Sie sich bitte an
www.hans-josef-fell.de .


Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV)
Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen
http://www.sfv.de
SFV bei Twitter: @sfv_de
https://www.facebook.com/sfv.de
Telefonische Beratung:
Mo-Fr 8.30 - 12.30 Uhr

Anhang des Viertürmeblogs zur Pressemitteilung mit Hinweisen sich zu informieren oder den Wahlkampf durch gute Fragen zu beeinflussen. Zeigen Sie mit ihren guten Fragen den Medienleuten, was Sie wissen wollen und welche Fragen wichtig sind.

​Hier können Sie Dr. Klaus Buchner MdeP (ÖDP) Fragen stellen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/prof-dr-klaus-buchner

Hier können Sie bis zur Bundestagswahl 2017 am 24. September 2017 die ÖDP- Spitzenkandidatin und Bundesvorsitzender ÖDP Gabriela Schimmer Göresz befragen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/gabriela-schimmer-goresz

Hier finden Sie die ÖDP-Kandidatinen und Kandidaten zur Bundestagswahl:
https://www.abgeordnetenwatch.de/bundestag/profile?keys=&op=&constituency=&list=&list_position=&party%5B16129%5D=16129

Hier finden Sie mich, Felix Staratschek als ÖDP-nahen Einzelbewerber im Oberbergischen Kreis, dem Sie ebenfalls alle Fragen stellen dürfen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/felix-staratschek
Meine 4-minütigen Videos beim WDR-Kandidatencheck:
Bundestagswahl 2017:
http://kandidatencheck.wdr.de/bundestagswahl/?kandidat=687991&name=staratschek
Landtagswahl 2017:
http://kandidatencheck.wdr.de/kandidatencheck/?kandidat=683340&name=staratschek
(Wählbar in Radevormwald, Hückeswagen, Wipperfürth, Marienheide, Gummersbach, Lindlar, Bergneustadt, Engelskirchen, Nümbrecht, Wiehl, Reichshof, Waldbröl, Morsbach)

Meine Mitbewerber: Dr. Carsten Brodesser (CDU), Michaela Engelmeier (SPD), Michael Braun (Die Grünen), Diyar Agu (Die Linke), Jörg Kloppenburg (FDP), Stefan Zuelke (AfD)



Prüfen Sie im Wahlomat, wie hoch die Übereinstimmung ihrer Überzeugungen mit der Konzernspenden- freien ÖDP ist und vergleichen Sie das mit den Parteien, die Sie bisher wählen wollten. Und denken Sie immer daran was Frau Merkel sagt: Wir können nicht sicher sein, dass das was vor den Wahlen gesagt wird auch nach den Wahlen getan wird. Von daher könnte real die Übereinstimmung mit den Konzernparteien geringer sein, als es aufgrund dieser Aussagen aussieht. Verlieren Sie nicht ihre Stimme an eine Partei mit der Sie wenig Übereinstimmung haben, motivieren Sie mit ihrer Stimme die Menschen in der Partei, mit deren Aussagen Sie die höchste Übereinstimmung haben. Es würde mich nicht wundern, wenn das bei vielen Menschen die ÖDP ist.  
https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/

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