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Sonntag, 5. März 2017

Imam der Al-Azhar-Universität: "Auch in der Geschichte des Judentums und des Christentums gab es Gewalt”

AFRIKA/ÄGYPTEN- Imam der Al-Azhar-Universität: "Auch in der Geschichte des Judentums und des Christentums gab es Gewalt”

Kairo (Fides) – Auch “das Judentum und das Christentum haben eine von Gewalt geprägte Geschichte” und alle Religionen haben sich zu Komplizen von Gewalt und Morden gemacht.


Dies betont der Großimam der Al-Azhar-Univesität, Scheich Ahmed al-Tayyib, zur Verbindung zwischen Religion und Gewalt, die es nicht nur in der Geschichte des Islam sondern auch in der Geschichte der anderen “Religionen des Buches” gibt. Al-Tayyib äußerte sich in diesem Sinne in seinem Vortrag bei der Konferenz “Freiheit und Bürgerschaft, Unterschiedlichkeit und Integration”, die von der von ihm geleiteten sunnitischen Al-Azhar-Universität in Kairo veranstaltet wurde. Im Rahmen der Konferenz befassen sich Vertreter des Islam und des Christentums mit dem Zusammenleben der Religionsgemeinschaften im Nahen Osten.

Der Großimam erinnerte ausdrücklich an die Kreuzzüge, aber auch an die jüngsten Balkankriege und die dort verübte Gewalt gegen bosnische Muslime und lehnte es dabei ab, dass nur der Islam “auf der Anklagebank sitzt“, wenn es um religiöse Gewalt geht.


“Dass sich Religionen von Terrorismus distanzieren reicht nicht mehr aus”, Al-Tayyib, “angesichts der barbarischen Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen.


Dabei betonte er, dass das gegenseitige Misstrauen unter den Vertretern der verschiedenen Religionen “keine Existenzberechtigung mehr hat” und, wenn „diejenigen nicht untereinander Frieden schließen, die diesen predigen, dieser auch nicht an die anderen weitergegeben werden kann”.


Bei verschiedenen Anlässen hatte auch Papst Franziskus die Gleichstellung zwischen Gewalt und Islam abgelehnt: “Es gefällt mir nicht”, so der Bischof von Rom bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug von Polen am vergangenen 31. Mai “Es gefällt mir nicht, von islamischer Gewalt zu sprechen, denn jeden Tag, wenn ich die Zeitungen durchblättere, sehe ich Gewalt, hier in Italien: Der eine bringt seine Verlobte um, ein anderer bringt die Schwiegermutter um… Und das sind gewalttätige getaufte Katholiken! Es sind gewalttätige Katholiken… Wenn ich von islamischer Gewalt spräche, müsste ich auch von katholischer Gewalt sprechen. Nicht alle Muslime sind gewalttätig; nicht alle Katholiken sind gewalttätig. Es ist wie ein Obstsalat, da ist alles drin, es gibt Gewalttäter in diesen Religionen. Eine Sache ist wahr: Ich glaube, dass es in fast allen Religionen immer eine kleine fundamentalistische Gruppierung gibt. Fundamentalistisch. Bei uns gibt es sie. Und auch wenn der Fundamentalismus so weit geht zu töten – man kann aber mit der Zunge töten, und das sagt der Apostel Jakobus und nicht ich, und auch mit dem Messer – glaube ich, dass es nicht richtig ist, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen”.
(GV) (Fides 1/3/2017)


Einen kritischen Kommentar muss ich hier aber geben:

Bei Kriminalität in islamisch geprägten Ländern spricht keiner von "islamischere Gewalt". Auch berufen sich Terroristen meist nicht auf die Bibel. Islamisten können für ihre Gewalt jedoch Koranstellen und andere islamische Quellen angeben und hoffen durch ihre Tat ins Paradies zu kommen. Kein krimineller Christ handelt so, um in den Himmel zu kommen. 

Ein Großteil der Gewalt in Staaten mit ursprünglich christlicher Bevölkerung passiert im namen antichristlicher Ideologien, wie Nationalismus, Kommunismus oder aus anderen ideologischen Gründen (siehe in Italien der Terror der NATO- Untergrundarmee Gladio). 

Juden und Christen sind keine Buchreligionen, das ist einzig der Islam. Muslime und Koran unterstellen hier ihre Sichtweise den beiden anderen Religionen. Aber die Offenbarung Gottes ist für Juden und Christen nicht primär ein Buch, sondern das Handeln Gottes am Menschen. 

Im Johannesprolog steht:

Am Anfang, bevor die Welt geschaffen wurde,
war schon der, der das Wort (griechisch: der Logos) heißt.
Er war bei Gott und in allem Gott gleich.
Von Anfang an war er bei Gott.
Durch ihn ist alles geschaffen; 
nichts entstand ohne ihn,
allen Geschöpfen gab er Leben.......

So könnte man den Text für den Islam umschreiben: 

Am Anfang, bevor die Welt geschaffen wurde,
war schon der, der das Wort (der ewige Koran in Himmel) heißt.

Die weiteren Zeilen passen nicht auf den Koran. 

Nur, warum sollte ein Buch, das sich so sehr mit Detailproblemen Mohammeds befasst und dem Prophet des Islam immer das gibt, was er zur Rechtfertigung seiner Handlungen gerade braucht,  ewig im Himmel vorhanden gewesen sein? 

Müsste ein ewig himmlisches Buch nicht in klarer Sprache von der Zeit unabhängige Botschaften liefern, die jeden Menschen recht leiten? 

Selbst eine Offenbarung des Koran wäre kein Beweis einer göttlichen Herkunft. Mohammed selbst hatte zeitweise Angst, er sei besessen. Das ist gut in islamischen Quellen belegt, jedoch keine medizinische Diagnose. Mancher große Schriftsteller litt an Erkrankungen, die als Nebenwirkung die schriftstellerische Leistung förderten. 

Von daher ist auch die lyrische Form der älteren Korantexte kein Beweis für Göttlichkeit. Die jüngeren Verse sollen von der Lyrik her schon geringere Qualität haben. Gleichzeitig werden die Gewaltaufrufe in den jüngeren Versen drastischer und sind global formuliert. Das unterscheidet die Gewalt im Koran von der Gewalt, die in der Bibel vorkommt. Diese ist nie global formuliert und ist in der Regel der Ausnahmezustand, den Gott eigentlich nicht haben will. 

Wer von den Muslimen mit den Kreuzzügen kommt, sollte mal überlegen, wie das Verhalten der Muslime vor und nach den Kreuzzügen war. Die heutige Türkei wäre ohne einen aggressiven Islam nicht denkbar. Kurz vor beginn der Kreuzzüge eroberten islamische Türkstämme das innere Anatoliens und setzten danach die Eroberungen weiter fort und mussten lange nach dem Ende der Kreuzzüge 2 mal vor Wien abgewehrt werden. 

Danach war es keine Einsicht, dass Kriege ausblieben, sondern es war die fehlende Stärke die eigenen Ziele weiter umzusetzen. 

Dessen ungeachtet haben die europäischen Staaten ihre gewonnene Macht auch nicht im Sinne Christ eingesetzt. Nur war das Ziel, viele Teile der Welt zu beherrschen hier rein machtpolitisch begründet und nicht mit dem Ziel Befehle der Bibel umzusetzen. 

Personen die die Bibel umsetzen wollen schufen in Südamerika den Jesuitenstaat für und mit den Ureinwohnern, weshalb dieser Staat von den Kolonialmächten auch zerschlagen wurden. Gegen den Sündenfall der Sklaverei gab es christlich motiviert großen Widerstand (z.B. durch den englischen Protestanten Wilberforce), Nachdem der Berliner Kongress unter Bismarck in Afrika die Einflusszonen regelte, um kriegerische Auseinandersetzungen Kolonialmächte zu verhindern, trafen die neuen Herrscher noch immer auf florierenden Sklavenhandel durch Muslime. In den USA war formell die Sklaverei 1865 abgeschafft, in den Nordstaaten schon länger. (Leider brauchte es bis zur Gleichberechtigung noch über 100 Jahre.)

Leider wird heute der Beitrag des Christentum zur Entwicklung Europas oft vergessen:

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