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Freitag, 10. Februar 2017

Kinder werden Pornographie ausgesetzt: Aufruf zu einer verbesserten EU-Gesetzgebung

Pressemitteilung
Kinder werden Pornographie ausgesetzt: Aufruf zu einer verbesserten EU-Gesetzgebung
Brüssel, den 9. Februar 2017

Gestern fand im Europäischen Parlament eine Konferenz statt, die sich mit den Gefahren für Kinder im Internet beschäftigte, insbesondere mit pornographischen Inhalten, denen Kinder ausgesetzt sind. Mit dieser Konferenz sollte das Bewusstsein von Eltern und Familien in Europa zu dieser Problematik erhöht werden und aus diesem Anlass fordert FAFCE die Mitglieder des EU-Parlamentes auf, die EU-Gesetzgebung diesbezüglich entscheidend zu verbessern. Der Aufruf steht online zur Verfügung, NROs sind eingeladen, dort mit ihrer Unterschrift das Anliegen zu unterstützen. 
http://fafce.org/index.php?option=com_content&view=article&id=395:prevent-child-exposure-to-pornography-and-violence-call-to-meps-to-protect-children-from-harmful-audiovisual-contents&catid=54:european-union&Itemid=234&lang=en

Das Europäische Parlament erörtert derzeit die Überarbeitung der Richtlinien für audiovisuelle Mediendienstleister, um diese dem neuen digitalen Umfeld anzupassen. Die Aktualisierung der Richtlinien ist notwendig angesichts der neuen Herausforderungen durch die ständige Weiterentwicklung von Fernsehen, Abrufdienstleistern und Video-Sharing-Plattformen. Der Schutz von Minderjährigen vor schädlichen Inhalten wurde jedoch nicht verbessert. Im Gegenteil: dieser Schutz wird im aktuellen Vorschlag des EU-Parlaments sogar erheblich geschwächt.
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+COMPARL+PE-587.655+02+DOC+PDF+V0//DE&language=DE

FAFCE ist zutiefst beunruhigt, dass das Verbot von Pornografie und Gewaltszenen in der geltenden Richtlinie durch den Vorschlag der EU-Kommission aufgehoben wird. Wir fordern das EU-Parlament auf, den Schutz zur körperlichen, geistigen und moralischen Entwicklung von Minderjährigen mit Blick auf Abrufdienstleistern und Video-Sharing-Plattformen wiederherzustellen, ja sogar zu erweitern. Wie FAFCE-Präsident Antoine Renard im vergangenen Dezember nachdrücklich sagte: "Die Überarbeitung dieser Richtlinie gibt Gelegenheit, die Standards zu stärken und die negativen Auswirkungen schädlicher Inhalte auf Kinder, Familien und die Gesellschaft endlich zur Kenntnis zu nehmen".
http://fafce.org/index.php?option=com_content&view=article&id=380:pressemitteilung-audiovisuelle-mediendienste-in-der-eu-wie-sieht-der-schutz-fur-unsere-kinder-aus&catid=76:europaische-union&Itemid=235&lang=de

Unter der Schirmherrschaft von Anna Zaborska (EVP, Slowakei) und Luigi Morgano (S&D, Italien), Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender der Intergruppe Familie, versammelten sich anlässlich der gestrigen Konferenz Experten, um sich zu den schädlichen Folgen von Pornographie auszutauschen sowie darüber, was Familie und Gesellschaft tun können, um Kinder vor diesen Gefahren zu schützen.

FAFCE-Generalsekretärin Maria Hildingsson, schlüpfte in ihrer Rede in die Rolle von Eltern und zeigte auf, wie die EU-Gesetzgebung zum Jugendschutz beitragen kann: "Wir fordern die Abgeordneten auf, die Bedürfnisse europäischer Familien zur Kenntnis zu nehmen, die ein erhöhtes Schutzniveau für ihre Kinder wollen, um somit den neuen Herausforderungen in der digitalisierten Welt begegnen zu können".
www.fafce.org

FAFCE wurde 1997 gegründet und hat partizipatorischen Status beim Europarat. FAFCE vertritt Familienverbände und Familienorganisationen aus 15 europäischen Ländern.

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