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( o-e-k-o-.-f-j-s-...-g-o-o-g-l-e-m-a-i-l-.-c-o-m Bindestriche entfernen, Kringel-a ergänzen) Ich hoffe mit einer Mischung aus regionalen und überregionalen Themen Ihnen etwas Interessantes bieten zu können und wichtige Informationen zu verbreiten. Wenn Ihnen Beiträge gefallen, würde es mich freuen, wenn Sie Bekannte darauf aufmerksam machen oder diese über soziale Netzwerke weiter verbreiten. Falls Sie eine Suchmaschine zu einem der Artikel des Blogs geführt hat, kommen Sie hier zur Startseite: http://viertuerme.blogspot.com/ . Unten auf der Seitenleiste können Sie unter "Label" leicht nach Beiträgen zu bestimmten Themen suchen.
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Montag, 30. Januar 2012

Was CDU und UWG besser machen könnten!

Bezug:
BM: http://www.rp-online.de/bergisches-land/radevormwald/nachrichten/cdu-moechte-sozialraumplan-1.2690452
RGA: http://www.rga-online.de/lokales/radevormwald.php?userid=&publikation=2&template=phparttext&ausgabe=58536&redaktion=2&artikel=109955177

CDU will weniger Autoverkehr in der Stadt

"Was auch immer geschieht, wir wollen nicht, dass dort weniger Autos unterwegs sind", sagt CDU- Chef Christian Viebach zur Hohenfuhrstraße. Die Planer der Innenstadtsanierung möchten Radevormwald den Worten nach lebenswerter machen. Und sie meinen, ein Teil des Verkehrs in der Hohenfuhrstraße könnte auf die Umgehungsstraße B 229 verlagert werden, wenn man einige Änderungen in der Innenstadt vornimmt. Und mit dieser Aussage haben die Planer recht. Wenn es weniger Verkehr gibt, wird der Aufenthalt angenehmer.


Ungewohnte Töne aus der CDU: Christian Viebach will weniger Autoverkehr in der Radevormwalder Innenstadt. Die Konzepte dazu Ringbus, Förderung des Fahrradverkehrs) hat aber die AL und nicht die CDU.



Zielkonflikt für "Tore zur Innenstadt"

Aber das unlogische dieser Planer ist, dass diese an der Hohenfuhrstraße zwei "Tore zur Innensstadt" schaffen wollen, die die Autofahrer auf die Innenstadt hinweisen. Beide Ziele kann man nicht gleichzeitig auf der Hohenfuhrstraße erreichen. Die Antwort kann aber nicht sein, dass egal was passiert, hier nicht weniger Autos fahren dürfen! Wie will den die CDU diese populistische Forderung umsetzen? Werden CDU- Mitglieder künftig den Verkehr ständig zählen? Und wenn dann das Verkehrsaufkommen sinkt, werden dann CDU- Mitglieder per Telefonkette in ihre Autos gerufen, um die Zahl der hier fahrenden Autos zu erhalten? Und glaubt die CDU wirklich daran, dass es eine Korrelation gibt zwischen dem PKW- Aufkommen und dem Umsatz der Einzelhändler?

Freitag, 27. Januar 2012

ÖDP- Rundbrief für Februar 2012

Liebe ÖDP-Mitglieder,
liebe Interessentinnen und Interessenten,
kaum hat das neue Jahr begonnen, sprudeln unsere Postfächer schon wieder über mit neuen Informationen, Nachrichten, wichtigen Meldungen. Da steht der Bundespräsident in der Kritik, ein kleiner Koalitionspartner fordert den Bau von Kohlekraftwerken und 23.000 Menschen demonstrieren gegen Massentierhaltung. Wie die ÖDP über diese Themen denkt, erfahren Sie hier:

FAKTEN
- ÖDP fordert Direktwahl des Bundespräsidenten: http://www.ödp.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsdetails/news/oedp-fordert-direktwahl-des-bundespraesidenten/
- Passend hierzu werben wir für eine Online-Petition, die sich ebenfalls für die Direktwahl des Bundespräsidenten ausspricht. Mitinitiator ist die Tierschutzpartei: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=21968
- Buchner erteilt Kohlekraftwerks-Plänen der FDP klare Absage: http://www.ödp.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsdetails/news/oedp-erteilt-kohlekraftwerks-plaenen-der-fdp-klare/
- Ludwig Maier, Sprecher des Bundesarbeitskreises Landwirtschaft, Gentechnik und Tierschutz prangert Massentierhaltung an: http://www.ödp.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsdetails/news/oedp-prangert-massentierhaltung-an/
- Der Chemiekonzern BASF zieht sich in Deutschland aus der Gentechnik zurück. Diesen Schritt von BASF haben wir sicher den vielen Demonstrationen und Aktionen gegen Gentechnik zu verdanken. Wir sehen: Protest lohnt sich.
 http://www.ödp.de/aktuelles/montagsgedanken/newsdetails/news/der-chemiegigant-basf/
- Vergangene Woche haben wir uns mit dem Protest gegen die geplanten US-Gesetze zum Urheberrecht solidarisiert und am Mittwoch unsere Homepage geschwärzt.

ÖDP-INTERN

- Hermann Striedl, Sprecher des Arbeitskreises Außenpolitik in der ÖDP, hat eine Stellungnahme zur Rüstungspolitik verfasst, die Sie hier nachlesen können:
http://www.ödp.de/programm/themen/aussenpolitik-europa/
- Ein interessantes Video zum Thema Parteien-Sponsoring finden Sie hier: http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/sponsoring.php5
Ein Thema, an dem wir dranbleiben müssen.
- ÖDP-Generalsekretär Dr. Claudius Moseler tritt als Oberbürgermeister-Kandidat in Mainz an. Unterstützen Sie ihn: http://www.claudius-moseler.de/
- ÖDP-Mitglied Helmut Priller tritt in Freising als Oberbürgermeister-Kandidat an: http://www.priller.de/
- ÖDP in den Medien: http://www.sueddeutsche.de/t5N38P/431384/OeDP-startet-neues-Volksbegehren.html

TERMINE:
- Am 2. Februar liest ÖDP-Chef Frankenberger aus seinem Buch in Münster.
- Am 12. Februar trifft sich der ÖDP-Bundesvorstand mit Vertretern der Bundesarbeitskreise in Zell bei Würzburg.
- Am 22. Februar findet der politische Aschermittwoch in Kempten statt.
- Am 22. Februar findet der politische Aschermittwoch der bayerischen ÖDP in Passau statt.
- Am 25. Februar diskutiert ÖDP-Chef Frankenberger bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Frankfurt über "Wutbürger oder Mutbürger?"
- Mehr Termine: <http://www.ödp.de/aktuelles/termine/?no_cache=1>

WEGE, MIT DER ÖDP ZU KOMMUNIZIEREN:
- Facebook: http://www.facebook.com/pages/Ökologisch-Demokratische-Partei-ödp/120655374567
- Twitter: https://twitter.com/#!/oedpPresse
- Google Plus: https://plus.google.com/b/108418913759585878562/
- Homepage: http://www.ödp.de/startseite/

Ich wünsche Ihnen einen schönen Februar.
Herzliche Grüße
Sebastian Frankenberger
Bundesvorsitzender der ÖDP
P. S. Wenn Sie mit uns in Kontakt treten möchten, mailen Sie bitte an: presse@oedp.de

Mit dem Urheberrecht gegen Internet, Landwirtschaft und Naturmedizin

Zu dem folgenden älteren Blogbeitrag liegen mir mittlerweile zwei kritische Beiträge vor:
--- AVAAZ - Warum Vorsicht angebracht ist
---Ich muss mal schnell die Welt retten
Bitte prüfen Sie immer kritisch jeden einzelnen Mail- Rundbrief und jede Aktion, ob da zwischen gute Aktionen, die bei verdeckten Absichten als Köder überwiegen könnten, ab und zu etwas fragwürdiges dazwischen gesetzt wird und hinterfragen Sie bitte immer alle Inhalte, da es schwer ist, die Hintergrundnetzwerke zu durchschauen. Zu den Gruppen, aus denen die AVAAZ- Gründer kommen, habe ich leider kein Vertrauen. Die einmal eingestellten Beiträge belasse ich in meinem Blog. Wer schon bei AVAAZ dabei ist, muss auch nicht austreten. Aber ich leite die Aktionen nicht mehr aktiv an andere Personen weiter. Gerne können alle Wissen und Erfahrungen hier als Kommentar hinterlassen.
Felix Staratschek, am 26.12.13


Liebe Freundinnen und Freunde,



Ein neues globales Abkommen könnte Konzernen erlauben, alles, was wir im Internet tun, zu überwachen. Letzte Woche drängten 3 Millionen von uns erfolgreich die Zensurgesetze in den USA zurück -- wenn wir jetzt handeln können wir das EU-Parlament dazu bringen, das Abkommen zu begraben:


Klicken Sie hier, um zu unterzeichnen!

Letzte Woche konnten 3 Millionen von uns Amerikas Attacke auf unser Internet vereiteln -- doch mit ACTA lauert eine noch größere Bedrohung. Unsere global agierende Bewegung für Internetfreiheit ist genau die Kraft, die diese Gefahr für immer aus der Welt schaffen kann.

ACTA -- ein weltweites Abkommen -- könnte Konzernen erlauben, das Internet zu zensieren. Es wurde von wenigen reichen Ländern und mächtigen Konzernen ausgehandelt und würde einen neuen, nicht gewählten, “ACTA-Ausschuss” ins Leben rufen, der es privaten Interessen erlauben würde, alles, was wir Online machen zu überwachen und drakonische Bußgelder -- oder gar Gefängnisstrafen -- gegen alle zu verhängen, die angeblich ihren Geschäften schaden.

Das EU-Parlament hat gerade mit dem Ratifizierungsprozess für ACTA begonnen -- und ohne dessen Zustimmung würde der Angriff auf die Internet-Freiheit scheitern. Viele Parlamentarier haben sich schon früher gegen ACTA gestellt, doch einige sind unentschlossen -- geben wir ihnen den nötigen Stoß, damit sie das Abkommen verwerfen. Unterzeichnen Sie die Petition -- sobald wir 500.000 Unterschriften erreichen überreichen wir die Petition spektakulär in Brüssel:

Hebelt die EU Lärmschutz an Flughäfen aus?

Radevorwald, den 27.Januar 2012
Abs. Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald, stellvertr. Kreisvorsitzernder dert ÖDP Bergisches Land
Sehr geehrter Herr Schulz (MdEP),
sehr geehrter Herr Bundesverkehrsminster Ramsauer,
mit Entsetzen habe ich den „Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlamentes und des Rates über Regeln und Verfahren für lärmbedingte Betriebsbeschränkungen auf Flughäfen der Union im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2002/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates“ – KOM(2011)828 endg.; Ratsdok. 18010/11 – gelesen.
Danach wird es in das Ermessen der EU gestellt
Betriebszeitbeschränkungen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm aufzuheben, wenn
  • sie den Wettbewerb beeinträchtigen.
  • Aus Gründen der Vernetzung der europäischen Flughäfen Betriebszeitbeschränkungen aufzuheben.
  • Bei Lärmminderungsmaßnahmen und Betriebszeitbeschränkungen primär die Kosteneffizienz zu berücksichtigen. Bei der Kosteneffizienz werden Gesundheitsschädigungen und Eigentumsverluste der Fluglärmbetroffenen nicht berücksichtigt. Auch bei der Forderung nach Ausgewogenheit wird niemals Gesundheit gegen Wirtschaftlichkeit abgewogen.
Wenn es nationale Gesetzgebungen geben sollte, die dies tun, können diese von der EU ausgehebelt werden.
Der Vorschlag der Europäischen Kommission ist damit ungeeignet, die berechtigten Interessen der Anwohner – insbesondere auf Nachtruhe – durchzusetzen. Hier wird zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger der Profit der Luftverkehrsindustrie in den Vordergrund gestellt.
Bitte machen Sie Ihren Einfluss geltend, damit die Verordnung in dieser Form nicht verabschiedet wird. Dem Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm muss Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen eingeräumt werden!
Ich bitte Sie darum mir mitzuteilen, was Sie dazu unternehmen und welche Ergebnisse Sie dabei erzielen konnten.
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich bereits vorab sehr.
Mit freundlichen Grüßen,
Felix Staratschek

Mittwoch, 25. Januar 2012

Das Erbe der Guttenbergs - oder: Wie die UWG Positionen der AL plagiert

Die Haushaltsberatungen werfen ihre Schatten voraus. Und die Fraktionen ziehen sich aus diesem Anlass oft für einen Tag oder ein Wochenende zu einer intensiven Beratung zurück. Den Anfang machte die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG). Auf Schloss Gimborn. traf man sich zur Klausurtagung. Kämmerer Rainer Meskendahl und sein Nachfolger Frank Nipken hatten nicht viel Positives zu berichteten. "2020 ist die Stadt pleite, sind die Rücklagen aufgebraucht", gibt Eric Hoffmann von der UWG die Aussagen wieder.

Freitag, 20. Januar 2012

Vorschläge der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft für die EU- Agrarpolitik ab 2013


AbL-Bayern 

EU-Agrarpolitik nach 2013 –

Bindung der Direktzahlung an die Leistungen für die Gesellschaft

Die derzeitige Bemessung der Zahlungen an der Fläche lässt den unterschiedlichen Umfang der erbrachten gesellschaftlichen Leistungen von großen Ackerbaubetrieben oder der bäuerlichen Landwirtschaft völlig unberücksichtigt.
Die größten und rationalisiertesten Betriebe erhalten derart hohe Summen, dass sie höhere Pachtpreise und niedrigere Verkaufspreise akzeptieren können.
Die Gelder fließen dadurch an den aktiven Landwirten vorbei, direkt in die Taschen der Verpächter und des Handels.

Sonntag, 15. Januar 2012

Bundespräsidents Christian Wulffs Lindauer Rede als Text und Video - wird er desalb so gejagd?

Einleitende Worte von Felix Staratschek
Christian Wulff ist ein gewöhnlicher Politiker. Er steckte im Lobby- und Filzsystem mit drin und da da wohl einiges auf sein Kerbholz gesammelt. Aber warum wird uns das jetzt aufgetischt? Kann es sein, das er gegen ein ungeschriebenes Gesetz verstoßen hat? Denn als Bundespräsident ist er aus der politischen Kariere rausgenommen. Mehr kann er nicht werden, weder in der Politik, noch in der Wirtschaft, wie Wissmann, Schröder und Clement. Seine Zukunft ist eine hohe Frührente, von der der hart arbeitende Mensch nur träumen kann. Aber genau dieser Status könnte dazu führen, dass Menschen in diesem Amt mehr zur Vernunft kommen, als gewöhnliche Politiker und Minister, die auf ihre Karriere und den dafür eingegangenen Filz achten müssen. Zur Tagung der Wirtschaftsnobelpreisträger sagte Christian Wulff in Lindau am
24.08.2011  zur Eröffnung der Tagung Worte, die nicht jeden gefallen haben dürften. Alle Gesetze, die dies betreffen müssen auf dem Schreibtisch von Christian Wulff unterschrieben werden. Kann es sein, dass Wulff anfangen wollte, ein besserer Mensch zu werden? das wäre schön! Keiner kann ihn aus dem Amt jagen. Wenn er jetzt ein guter, dem Gemeinwohl, der Solidarität, der Personalität und der Subsidiarität verpflichteter Politiker wird, dann sollen seine Sünden der Vergangenheit vergessen sein. Es liegt alleine an Christian Wulff, was die Geschichtsbücher künftig über ihn schreiben. Angesichts der anstehenden politischen Entscheidungen hat er noch immer die Chance, ein großer Bundespräsident zu werden und sich vom Saulus zum Paulus zu wandeln. das wünsche ich ihm, seiner Familie, unseren Land, Europa und der ganzen Welt.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) besorgt über amerikanisches Militärgesetz

Einen „Rückfall ins Mittelalter“ attestiert Prof. Dr. Klaus Buchner, Sprecher der Bundesprogrammkommission in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), den Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Grund: An Sylvester unterschrieb der amerikanische Präsident Barack Obama das Haushaltsgesetz 2012 für das Militär. Dieses Gesetz, der National Defense Authorization Act 2012, legt nicht nur den Militärhaushalt fest. Zum ersten Mal in der Geschichte der USA werden die Streitkräfte ermächtigt, Menschen für unbestimmte Zeit auf amerikanischem Territorium zu internieren, und zwar ohne Gerichtsverfahren, selbst wenn nur indirekte Verbindungen zu Terroristen vermutet werden.

Dazu Klaus Buchner: „Für die US-Militärs bedeutet das eine Erleichterung, denn sie brauchen keine Internierungslager im Ausland mehr, wie sie in Syrien und in Guantanamo betrieben wurden und teilweise immer noch betrieben werden. Damit ist Jedermann von willkürlichen Inhaftierungen unbegrenzter Dauer bedroht, in denen zumindest bisher auch Folter angewendet wurde.“ 

ÖDP-Politiker Buchner führt weiter aus: Zu Beginn der Neuzeit wurde 1679 in England der Habeas Corpus Act als einer der Grundpfeiler der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte eingeführt, der willkürliche Internierungen verbietet und festlegt, dass jede Verhaftung innerhalb von drei Tagen von einem Gericht bestätigt werden muss. Daran hat sich sogar die Sowjetunion größtenteils gehalten, wenn auch dort die Gerichtsurteile alles andere als fair waren. Die bekanntesten Ausnahmen von Habeas Corpus waren die KZ im Dritten Reich und das „Verschwinden“ von Regimegegnern in den südamerikanischen Diktaturen.

Buchner dazu: „Wie der Fall Kurnaz zeigt, darf man nicht erwarten, dass die Bundesregierung ihren Bürgern zur Hilfe kommt, wenn sie solchen willkürlichen Verhaftungen ausgesetzt sind. Im Gegenteil: Die Betroffenen müssen auch nach erwiesener Unschuld damit rechnen, dass sie nach ihrer Freilassung nicht ohne weiteres nach Deutschland zurückkehren können, selbst wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.“

Abschließend meint Buchner, dass für viele Menschen die USA als Hort der Freiheit und als Nation gelten, die überall auf der Welt die Demokratie durchsetzen will. Mit dem National Defense Authorization Act 2012 seien sie jedoch in das Mittelalter, genauer: in die Zeit vor Habeas Corpus zurückgefallen.


"Die Freiheit einer Demokratie ist nicht sicher, wenn die Menschen das Wachstum privater Macht bis hin zu dem Punkt tolerieren, da sie stärker wir als der demokratische Staat selbst. 
Das ist in seiner Essenz faschistisch: 
Wenn die Regierung zum Eigentum eines Individuums, einer Gruppe oder jeder anderen Form der Kontrolle durch private Mächte wird."
(Franklin D. Roosevelt, US-Präsident, 1933-1945)

Samstag, 14. Januar 2012

[sfv] PM zu Photovoltaik-Ausbauzahlen 2011

[sfv-rundmail] 13.01.2012

 Photovoltaik-Ausbau im Jahr 2011

Vor wenigen Tagen wurden vorläufige Zubaudaten für die Photovoltaik in Deutschland veröffentlicht. Demnach sind im Dezember 2011 in einem unerwarteten Endspurt so viele Solaranlagen errichtet worden, dass das Jahresergebnis von 2010 noch etwas übertroffen wurde; 7,5 Gigawatt gegenüber 7,4 Gigawatt im Jahr 2010. Auch der Solarenergie-Förderverein Deutschland ist überrascht von dem Dezember-Endspurt und nimmt ihn als Beleg dafür, dass in der Bevölkerung weiterhin erhebliches Interesse besteht, auf die Solarenergie umzusteigen. Allerdings erkennt man auch deutlich, dass die finanziellen und sonstigen Randbedingungen eine ganz erhebliche Rolle gespielt haben, stand doch zum 01.01.2012 eine weitere außerplanmäßige Absenkung der Vergütung um 15% unmittelbar bevor, sowie eine deutliche Verschlechterung der technischen Anschlussbedingungen (Stichwort: Einspeisemanagement) - insbesondere für Kleinanlagen.

Dass wir nicht in den allgemeinen Jubel über das Dezemberergebnis einstimmen, hat Ursachen, die einige Jahre zurückliegen und sich noch heute in verheerender Weise auswirken:

Das Wachstum der Solarenergie in Deutschland könnte heute erheblich höher sein, doch wird es seit Einführung der zubau-abhängigen Degression (§20a EEG 2009) durch gezielte Rationierung finanzieller Anreize erheblich gebremst.

Wir sehen das als den gravierendsten Fehler bei der Markteinführung der Solarenergie an. Deutschland hatte weltweit die Führungsposition bei einem zukünftigen Schlüsselenergieträger erreicht.

Doch zu dem Zeitpunkt, als die Bundesregierung den sogenannten "atmenden Deckel" einführte, als sie beschloss, dass jede Steigerung des Wachstumstempos über 3,5 Gigawatt pro Jahr mit einer Verringerung der Einspeisevergütung beantwortet werden sollte, hat sie dem deutschen Volk die Möglichkeit genommen, seine nationale Vorreiterrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels weiter auszubauen.

Wir wiederholen deshalb unsere Forderung, den "atmenden Deckel" ersatzlos zu streichen.
 Auf die häufig gestellte Frage, ein wie schnelles Wachstum der Solarenergie wir denn wünschen, antworten wir, "so schnell wie möglich". Genauer gesagt, wir geben nicht das Ausbautempo vor, sondern wir geben einen verlässlichen, berechenbaren, gleichbleibenden wirtschaftlichen Anreiz vor.

Unsere Begründung, warum wir so auf das Tempo drücken: Als Umweltschutzverein sehen wir mit extremer Besorgnis die noch immer steigende Belastung der Erdatmosphäre durch die "AUSLAUF-Energien" Kohle, Gas und Öl. Sie verursachen schon jetzt immer häufigere Extremereignisse wie Orkane, Überschwemmungen, Hitzewellen, Waldbrände, Dürrekatastrophen und Ernteausfälle.

Wissenschaftler warnen eindringlich, dass der Klimawandel bald unbeherrschbar werden kann, was im Klartext heißt, dass es mit der menschlichen Zivilisation zu Ende gehen könnte. Gegenüber einer solchen Gefahr darf keine vernünftige Maßnahme zur Beschleunigung der Energiewende unterbleiben.

Nur wenn der PV-Absatz weiter stark wächst, werden neue Produktionsanlagen geschaffen, die dazu führen, dass preiswerter produziert werden kann.

Ein schneller Zuwachs der Solartechnik (plus Speichertechnik) in Deutschland wird dazu führen, dass die Technik global schnell billiger als Dieselgeneratoren und Kohlekraftwerke werden wird. Dann werden weltweit schon aus finanziellen Gründen die Solaranlagen mit Speichern gegenüber Dieselgeneratoren und Kohlekraftwerken vorgezogen.

Dass wir bis Ende 2011 etwa 3,5% des bundesdeutschen Stromverbrauchs aus PV erzeugt haben, ist einerseits ermutigend. Andrerseits zeigt uns diese Zahl auch, dass noch ein starkes Wachstum notwendig ist, wollen wir die Energiewende - nicht nur im Strombereich - in absehbarer Zeit umgesetzt haben. Bis 2050 dürfen wir damit keinesfalls warten!

Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV)
 Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen
 Tel.: 0241-511616, Fax 0241-535786
 zentrale@sfv.de, http://www.sfv.de
 Telefonische Beratung: Mo-Fr 8.30 - 12.30 Uhr

Vereins- und Spendenkonto:
 Pax-Bank e.G., BLZ: 37060193, Kto: 1005415019
 BIC: GENODED1PAX • IBAN: DE16370601931005415019

Freitag, 13. Januar 2012

Stimmungsmache gegen die Energiewende: Die Österreich-Legende

13.01.2012, 09:50 Uhr

In teilweise schrillem Ton berichten Medien über eine prekäre Stromversorgung in Süddeutschland infolge der Energiewende – Zuletzt habe Anfang Dezember Strom aus Österreich die Bayern aus akuter Stromnot gerettet – Recherchen der Deutschen Umwelthilfe ergeben: Die Berichte sind aus heutiger Sicht falsch – Zur Zeit der Österreich-Importe wurden unter anderem betriebsbereite Gaskraftwerke in Bayern und Südhessen nicht angefahren – Nicht Knappheit bestimmte den Kraftwerkseinsatz, sondern Betriebswirtschaft


Donnerstag, 12. Januar 2012

Die größten Parteispender 2011


Sehr geehrter Herr Staratschek,
die größten Parteispender des Jahres 2011, die Wulff-Affäre und der Start von abgeordnetenwatch.de in München - dies uns mehr lesen Sie in unserem Newsletter.

Unsere Themen im Überblick:

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Dienstag, 10. Januar 2012

Sternsingen - eine Aufgabe für alle!

Ich war über 20 Jahre lang Sternsinger, zunächst als Sänger und später als Gruppenleiter. Erst als die Zahl der Kinder kleiner wurde und nicht alle Gruppenleiter gebraucht wurden, bin ich da rausgefallen und beteilige mich jetzt an der Caritas- Haussammlung. Nun lese ich, das erstmals Gruppenleiter fehlten. Mich wundert beim Sternsingen sowieso einiges:

Neujahesansprache Papst Benedikt XVI 2012

Der Papst gab im Januar 2012 den alljährigen Neujahrsempfang für die Diplomaten. Die Rede im Wortlaut, nur Höfliochkeitsfloskeln der Rede wurden herausgenommen und die Zwischenüberschriften ergänzt, um den Text leichter lesbar zu machen. Hervorhebungen im Text sind vom Blog- Admin.

Exzellenzen! Sehr geehrte Damen und Herren!
.......
Ich darf nicht unerwähnt lassen, dass der Heilige Stuhl im vergangenen Dezember seine lange Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration verstärkt hat, indem er deren Vollmitglied geworden ist. Dabei handelt es sich um ein Zeugnis für das Engagement des Heiligen Stuhls und der katholischen Kirche an der Seite der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach geeigneten Lösungen für dieses Phänomen, das zahlreiche Aspekte umfasst: vom Schutz der Menschenwürde bis hin zur Sorge um das Gemeinwohl der Gemeinschaften, die Migranten aufnehmen oder aus denen sie kommen.
.......

Meine Damen und Herren Botschafter, die heutige Begegnung findet traditionell im Anschluss an die weihnachtlichen Festtage statt, an denen die Kirche das Kommen des Erlösers feiert. Er kommt in das Dunkel der Nacht, und doch ist seine Gegenwart unmittelbar Quelle des Lichtes und der Freude (vgl. Lk 2,9-10). Die Welt ist wahrlich finster, wo sie nicht vom göttlichen Licht erleuchtet wird! Die Welt ist wahrlich dunkel dort, wo der Mensch das Band zu seinem Schöpfer nicht mehr erkennt und somit auch seine Beziehungen zu den anderen Geschöpfen und zur Schöpfung selbst in Gefahr bringt. Die gegenwärtige Zeit ist leider von einem tiefen Unbehagen gekennzeichnet, und die verschiedenen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krisen sind dessen dramatischer Ausdruck.

Wirtschafts- und Finanzpolitik

In diesem Zusammenhang kann ich nicht umhin, vor allem die schwerwiegenden und besorgniserregenden Entwicklungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu erwähnen. Diese hat nicht nur die Familien und die Unternehmen in den Wirtschaftsnationen getroffen, wo sie ihren Ursprung hatte und eine Situation geschaffen hat, in der viele – besonders unter den Jugendlichen – sich in ihrem Streben nach einer ungetrübten Zukunft orientierungslos und enttäuscht gefühlt haben, sondern sie hat sich auch auf das Leben in den Entwicklungsländern stark ausgewirkt. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, sondern müssen mit neuen Formen des Engagements entschieden unseren Weg einschlagen. Die Krise kann und muss ein Ansporn sein, um über die menschliche Existenz und die Bedeutung ihrer ethischen Dimension nachzudenken, noch bevor man dies in Bezug auf die Mechanismen tut, die das Wirtschaftsleben steuern: nicht nur um zu versuchen, die individuellen Verluste oder die der nationalen Wirtschaften einzudämmen, sondern um neue Regeln für uns aufzustellen, die allen die Möglichkeit garantieren, ein Leben in Würde zu führen und ihre Fähigkeiten zum Wohl der ganzen Gemeinschaft zur Entfaltung zu bringen.

Die Krise und junge Menschen

Ich möchte nochmals darauf zurückkommen, dass die Auswirkungen der derzeitigen unsicheren Lage vor allem die jungen Menschen treffen. Ihrer Notlage entsprangen die Unruhen, die in den letzten Monaten verschiedene Regionen teilweise hart getroffen haben. Ich beziehe mich vor allem auf Nordafrika und den Nahen Osten, wo die Jugendlichen, die unter anderem unter Armut und Arbeitslosigkeit leiden und das Fehlen von sicheren Perspektiven fürchten, etwas in Gang gebracht haben, das zu einer breiten Bewegung geworden ist, die Reformen fordert sowie eine aktivere Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben. Gegenwärtig ist es schwierig, eine endgültige Bilanz der jüngsten Ereignisse zu ziehen und deren Folgen für das Gleichgewicht in der Region ganz zu verstehen. Der anfängliche Optimismus ist jedoch der Erkenntnis der Schwierigkeiten dieser Zeit des Übergangs und des Wandels gewichen, und es scheint mir offensichtlich zu sein, dass die angemessene Weise, den begonnenen Weg fortzusetzen, über die Anerkennung der unveräußerlichen Würde jeder menschlichen Person und ihrer Grundrechte führt. Die Achtung der menschlichen Person muss im Mittelpunkt der Institutionen und Gesetze stehen, sie muss zur Beendigung jeglicher Gewalt führen und der Gefahr vorbeugen, dass sich die den Forderungen der Bürger geschuldete Aufmerksamkeit und die notwendige gesellschaftliche Solidarität in bloße Instrumente des Machterhalts oder der Machtergreifung verwandeln. Ich lade die internationale Gemeinschaft ein, mit den Beteiligten des derzeitigen Prozesses einen Dialog zu führen – unter Respekt vor den Völkern und im Bewusstsein, dass der Aufbau von stabilen und versöhnten Gesellschaften, die sich jeder ungerechten Diskriminierung vor allem religiöser Natur entgegenstellen, eine größere und weiterreichende Perspektive darstellt als der Blick auf Wahltermine.

Nordafrika und naher Osten

Ich empfinde große Sorge um die Bevölkerungen jener Länder, in denen die Spannungen und die Gewalt andauern, insbesondere in Syrien, für das ich auf ein schnelles Ende des Blutvergießens hoffe und auf den Beginn eines fruchtbaren Dialogs zwischen den politisch Beteiligten, der von der Präsenz unabhängiger Beobachter unterstützt wird. Im Heiligen Land, wo die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis Auswirkungen auf das Gleichgewicht im ganzen Nahen Osten haben, müssen die Verantwortlichen beider Völker mutige und weitsichtige Entscheidungen zugunsten des Friedens treffen. Ich habe mit Freude vernommen, dass infolge einer Initiative des Königreichs Jordanien der Dialog wieder aufgenommen wurde. Ich hoffe darauf, dass er fortgesetzt wird, damit man zu einem dauerhaften Frieden gelangt, der das Recht beider Völker garantiert, in souveränen Staaten und innerhalb von sicheren und unter Achtung der Rechte aller Beteiligten international anerkannten Grenzen in Sicherheit zu leben. Die internationale Gemeinschaft muss ihrerseits ihre eigene Gestaltungskraft und Initiativen zur Unterstützung dieses Friedensprozesses intensivieren. Mit großer Aufmerksamkeit verfolge ich auch die Entwicklungen im Irak und bedauere die Anschläge, die erst kürzlich zahlreiche Menschenleben gefordert haben. Ich ermutige seine Verantwortungsträger, mit Entschiedenheit den Weg der vollen nationalen Aussöhnung fortzusetzen.

Die Erziehung der Jugend

Der selige Johannes Paul II. erinnerte daran, dass der „Weg des Friedens zugleich der Weg der Jugend ist“[1], denn die jungen Menschen sind „die Jugend der Völker und Gesellschaften, die Jugend der Familien und der ganzen Menschheit“[2]. Die Jugendlichen spornen uns also dazu an, ihre Forderungen nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Daher habe ich ihnen die jährliche Botschaft zur Feier des Weltfriedenstages gewidmet, die den Titel trägt: Die jungen Menschen zur Gerechtigkeit und zum Frieden erziehen. Die Erziehung ist ein Schlüsselthema für alle Generationen, denn von ihr hängt sowohl die gesunde Entwicklung jeder Person ab als auch die Zukunft der ganzen Gesellschaft. Deshalb stellt sie in einer schwierigen und heiklen Zeit eine Aufgabe von höchster Wichtigkeit dar.

Ehe und Familie

Außer einem klaren Ziel wie dem, die Jugendlichen zu einer vollen Kenntnis der Realität und damit der Wahrheit zu führen, braucht die Erziehung auch Räume. Unter diesen steht die auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründete Familie an erster Stelle. Es handelt sich dabei nicht um eine bloße gesellschaftliche Konvention, sondern um die Grundzelle der ganzen Gesellschaft. Folglich bedroht eine Politik, welche die Familie gefährdet, die Würde des Menschen und die Zukunft der Menschheit selbst. Der familiäre Rahmen ist grundlegend auf dem Erziehungsweg und für die Entwicklung der Individuen und der Staaten; demnach ist eine Politik notwendig, die den Wert der Familie betont und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Dialog unterstützt. Die Familie ist der Ort, an dem man sich der Welt und dem Leben öffnet, und, wie ich anlässlich meiner Reise nach Kroatien gesagt habe, „das Offensein für das Leben ist ein Zeichen für das Offensein gegenüber der Zukunft“[3].

PID

In diesem Zusammenhang des Offenseins für das Leben nehme ich mit Genugtuung das kürzlich erfolgte Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union zur Kenntnis, das die Patentierung von Verfahren verbietet, bei denen menschliche embryonale Stammzellen verwendet werden, wie auch den Beschluss der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, der die pränatale Selektion aufgrund des Geschlechts verurteilt.

Abtreibung

Generell bin ich, vor allem mit Blick auf die westliche Welt, davon überzeugt, dass Gesetzesmaßnahmen, welche die Abtreibung aus persönlichen Motiven der Nützlichkeit oder aus zweifelhaften medizinischen Gründen nicht nur erlauben, sondern zuweilen sogar fördern, der Erziehung der Jugendlichen und damit der Zukunft der Menschheit entgegenstehen.

Zur Rolle der Bildungseinrichtungen

Wenn wir unsere Überlegungen fortsetzen, sehen wir, dass eine ebenso wesentliche Rolle für die Entwicklung der Person den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen zukommt: Sie sind die ersten Instanzen, die mit der Familie zusammenarbeiten, und haben Mühe, ihre Aufgabe zu erfüllen, wenn hinsichtlich der Ziele eine Übereinstimmung mit der Wirklichkeit der Familie fehlt. Es ist notwendig, eine Bildungspolitik umzusetzen, dass die Schulbildung allen offensteht und über die Förderung der kognitiven Entwicklung der Person hinaus für ein harmonisches Heranreifen der Persönlichkeit Sorge trägt, einschließlich ihrer Offenheit für die Transzendenz. Die katholische Kirche war im Bereich der schulischen und akademischen Einrichtungen immer besonders tätig und leistete so an der Seite der staatlichen Institutionen eine Arbeit, die sehr geschätzt wurde. Ich hoffe daher, dass dieser Beitrag auch in den nationalen Gesetzgebungen Anerkennung und Förderung erfährt.

Zur Religionsfreiheit und Christenverfolgung

Aus dieser Sicht ist sehr gut verständlich, dass eine wirksame Erziehungsarbeit ebenso die Achtung der Religionsfreiheit erfordert. Diese kennzeichnet eine individuelle wie auch eine gemeinschaftliche und institutionelle Dimension. Es handelt sich um das erste Menschenrecht, weil sie Ausdruck der grundlegendsten Wirklichkeit des Menschen ist. Allzu häufig wird dieses Recht aus verschiedenen Gründen weiterhin eingeschränkt oder verhöhnt. Ich kann dieses Thema nicht ansprechen, ohne zunächst des pakistanischen Ministers Shahbaz Bhatti zu gedenken, dessen unermüdlicher Kampf für die Rechte der Minderheiten durch seinen tragischen Tod ein Ende gefunden hat. Es handelt sich hier leider nicht um einen Einzelfall. In zahlreichen Ländern werden die Christen ihrer Grundrechte beraubt und aus dem öffentlichen Leben ausgegrenzt; in anderen Ländern erleiden sie gewaltsame Angriffe auf ihre Kirchen und Wohnungen. Manchmal sind sie aufgrund der anhaltenden Spannungen und einer Politik, die sie häufig in die Rolle von untergeordneten Zuschauern des nationalen Lebens verbannt, gezwungen, die Länder zu verlassen, zu deren Aufbau sie beigetragen haben. In anderen Teilen der Welt ist eine Politik anzutreffen, die darauf abzielt, die Rolle der Religion im gesellschaftlichen Leben an den Rand zu drängen, als wäre sie Ursache der Intoleranz und nicht vielmehr ein schätzenswerter Beitrag für die Erziehung zur Achtung der Menschenwürde, zur Gerechtigkeit und zum Frieden.

Religiöser Terrorismus

Der religiös motivierte Terrorismus hat auch im vergangenen Jahr zahlreiche Opfer hinweggerafft, vor allem in Asien und Afrika, und daher müssen die religiösen Verantwortungsträger, wie ich in Assisi in Erinnerung gerufen habe, mit Nachdruck und Entschiedenheit wiederholen: „Dies ist nicht das wahre Wesen der Religion. Es ist ihre Entstellung und trägt zu ihrer Zerstörung bei.“[4] Religion darf nicht als Vorwand benutzt werden, um die Normen der Gerechtigkeit und des Rechts um des angestrebten „Gutes“ willen beiseite zu schieben. In dieser Hinsicht erinnere ich mit Stolz daran, wie ich es in meinem Heimatland getan habe, dass für die Väter des deutschen Grundgesetzes das christliche Menschenbild die wahre Inspirationsquelle war, wie es das im übrigen auch für die Gründerväter des geeinten Europas war. Ich möchte auch einige ermutigende Zeichen im Bereich der Religionsfreiheit erwähnen. Ich beziehe mich auf die Gesetzesänderung, durch welche die öffentliche Rechtspersönlichkeit der religiösen Minderheiten in Georgien anerkannt wurde; ich denke auch an das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zugunsten der Anbringung von Kreuzen in italienischen Schulzimmern.

Italien

Und gerade zu Italien möchte ich zum Abschluss des 150jährigen Jubiläums seiner politischen Einigung einen besonderen Gedanken sagen. Die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem italienischen Staat haben nach der Einigung schwierige Augenblicke erlebt. Im Lauf der Zeit jedoch haben die Eintracht und der gegenseitige Wille zur Zusammenarbeit obsiegt, um – jeder in seinem eigenen Bereich – das Gemeinwohl zu fördern. Ich hoffe darauf, dass Italien weiterhin eine ausgewogene Beziehung zwischen Kirche und Staat fördert und so ein Vorbild sein möge, auf das sich andere Nationen mit Respekt und Interesse beziehen können.

Afrika

Es ist von grundlegender Wichtigkeit, dass auf dem afrikanischen Kontinent, den ich kürzlich anläßlich meiner Reise nach Benin erneut besucht habe, die Zusammenarbeit zwischen den christlichen Gemeinschaften und den Regierungen dazu beiträgt, einen Weg der Gerechtigkeit, des Friedens und der Versöhnung zu beschreiten, wo die Mitglieder aller Ethnien und Religionen geachtet werden. Es ist schmerzlich festzustellen, dass in verschiedenen Ländern dieses Kontinents dieses Ziel noch in weiter Ferne liegt. Ich denke insbesondere an das Wiederausbrechen der Gewalt in Nigeria, woran die Anschläge auf mehrere Kirchen in der Weihnachtszeit erinnert haben, an die Folgen des Bürgerkrieges in der Elfenbeinküste, an die anhaltende Instabilität in der Region der großen Seen und an die humanitäre Notlage in den Ländern am Horn von Afrika. Einmal mehr fordere ich die internationale Gemeinschaft dazu auf, rasch zu helfen, eine Lösung für die Krise zu finden, die seit Jahren schon in Somalia andauert.

Achtung der Schöpfung

Schließlich liegt es mir am Herzen zu unterstreichen, dass eine richtig verstandene Erziehung die Achtung der Schöpfung nur unterstützen kann. Unmöglich kann man die schweren Naturkatastrophen, die 2011 verschiedene Regionen Südostasiens getroffen haben, und die ökologischen Katastrophen wie die des Atomkraftwerks von Fukushima in Japan vergessen. Die Bewahrung der Umwelt, die Synergie zwischen dem Kampf gegen die Armut und dem Kampf gegen den Klimawandel stellen wichtige Bereiche für die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen dar. Deshalb hoffe ich darauf, dass die internationale Gemeinschaft – im Anschluss an die XVII. Sitzung der Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention, die vor kurzem in Durban zu Ende gegangen ist – sich als echte „Familie der Nationen“ und daher mit einem hohen Sinn für Solidarität und Verantwortungsgefühl gegenüber den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen auf die UN-Konferenz über die nachhaltige Entwicklung („Rio+20“) vorbereitet.

Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren!

Die Geburt des Friedensfürsten lehrt uns, dass das Leben nicht im Nichts endet, dass seine Bestimmung nicht die Verweslichkeit ist, sondern die Unsterblichkeit. Christus ist gekommen, damit die Menschen das Leben haben und es in Fülle haben (vgl. Joh 10,10). „Erst wenn Zukunft als positive Realität gewiss ist, wird auch die Gegenwart lebbar.“[5] Beseelt von der Gewissheit des Glaubens wird der Heilige Stuhl weiterhin seinen Beitrag für die internationalen Gemeinschaft leisten, gemäß der zweifachen Absicht, die das Zweite Vatikanische Konzil – dessen 50. Jahrestag in dieses Jahr fällt – klar beschrieben hat: die hohe Berufung des Menschen und das Vorhandensein eines göttlichen Samens in ihm zu verkünden sowie der Menschheit die aufrichtige Mitarbeit zur Errichtung jener brüderlichen Gemeinschaft aller anzubieten, die dieser Berufung entspricht.[6] In diesem Sinn bringe ich Ihnen, Ihren Familienangehörigen und Ihren Mitarbeitern erneut meine herzlichsten Wünsche für das neue Jahr zum Ausdruck.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

[1] Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Dilecti amici, 31. März 1985, 15.

[2] Ebd., 1.

[3] Predigt in der heiligen Messe anlässlich des Nationalen Familientags der kroatischen Katholiken, Zagreb, 5. Juni 2011.

[4] Ansprache zum Tag der Reflexion, des Dialogs und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, Assisi, 27. Oktober 2011.

[5] Enzyklika Spe salvi, Nr. 2.

[6] Vgl. Gaudium et spes, 3.9.1.2012 15:07:41

Dienstag, 3. Januar 2012

Nationalsozialismus und Sowjet- Kommunismus - erschreckende Gemeinsamkeiten menschenverachtender Ideologie- Systeme

Gerne feiern sich Kommunisten als Widerstandkämpfer gegen die Naziherrschaft und als Menschen, die eine bessere Welt wollen. das mag bei vielen auch individuell stimmen. Und es gibt ja auch verschiedene Strömungen im Kommunismus, siehe Trotzki, der vor Stalin warnte und von Sowjetagenten massakriert wurden.

Fakt ist, unter Lenin, Stalin, Mao oder Pol Pot starben Millionen Menschen. Wer sich heute noch Kommunist nennt kan an diesen Übeln nicht vorbei und muss sich diesen stellen. Eine Wiederholung solcher Zustände darf es nicht geben. Die ersten Denker des Kommunismus und Sozialismus müssen einer kritischen Untersuchung unterzogen werden. Als Katholik muss ich mich immer wieder der Kirchenkritik stellen und es gab neben vielen Glanzzeiten auch dunkle Bereiche der Kirchengeschichte. Diese liegen aber, trotz einiger Skandale der jüngeren Geschichte überwiegend weit mehr als 200 Jahre zurück, der Kommunismus brach erst um 1990 zusammen und noch immer existieren einige kommunistische Staaten oder Staatschef mit kommunistischen Tendenzen. Es gibt aber auch neoliberaleG Kapitalisten, die alles deregulieren und privatisieren wollen und ebenso Menschen ins Elend und in den Tod stürzen. Das nur der Ganzheitlichkeit halber. Ich habe Kontakt zu Personen, die sich Kommunisten nennen. Unter den Missständen des Kapitalismus sehen die die richtige Antwort in einer neuen Gesellschaftsstruktur. Ich hoffe, dass diese Menschen aber aus den Inhalten dieses Films ihre Lehren ziehen und erkennen, dass auch im Namen ihrer Lehre es zu massiven Lied kam, dass sich nie wieder wiederholen darf. Eine neue Gesellschaft darf nur durch Überzeugung und nie über Laichen angestrebt und erreicht werden. Jede Form von Gottesstaat oder anderen Totalitarismen ist abzulehnen. Es geht nicht darum, das Unrecht des 3. reiches gegen das Unrecht der UDSSR und ihrer Satelittenstaaten aufzurechnen. Aber es geht darum Unrecht beim Namen zu nennen, egal wo es geschieht.



Montag, 2. Januar 2012

Radevormwald: Die Innenstadtsanierung und ihre Skeptiker

Bezug: Bergische Morgenpost "keine-alternative-zum-umbau-der-innenstadt"

In der Bergischen Morgenpost vom 2.1.2012 wird Bürgermeister 

Dr. Josef Korsten zitiert: 
"Von den Kritikern kam nur der Vorschlag, wie bisher weiterzumachen!" 

Das ist eine großfahrlässige Vereinfachung. Vielleicht hat er es aber auch nicht gehört, denn als ich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr meine Gedanken vortragen wollte, was den Handel helfen kann, wollten das die Ausschussmitglieder nicht hören. Desweiteren weiß ich von einer Frau die sich die Mühe machte, ihre Gedanken zur Innenstadt per Schreibmaschine und Handskizzen bei der Stadt abzugeben. Dem Ausschuss wurden aber nie solche Unterlagen von Bürgern, die sich für das Wohl der Stadt einsetzen, vorgelegt. Die Frau hat dann aus dem Kopf noch mal ihre Gedanken in der Fraktionsitzung der Alternativen Liste (AL) vorgetragen. Es wäre doch das Mindeste, solches Bürgerengagement den Fachausschüssen einer Stadt vorzulegen, damit die Sachkundigen Bürger entscheiden können, was an den Stadtrat und die Verwaltung weiter gereicht werden muss.

Global Anti Incineration Action GAIA / Globale Anti Müllverbrennungs- Aktion- Newsletter


NEWSLETTERDECEMBER 2011
Dear GAIA Members and Friends,
GAIA wishes everyone a happy and safe end of 2011. It has been a year of remarkable struggles and successes in our collective efforts to challenge waste and pollution, and to promote healthy, sustainable solutions. We're pleased to share some of the most recent successes—including victories in Brazil and the United States, and zero waste events in Italy. We're also pleased to profile Alliance for a Clean Environment (ACE) in Western Australia, and share their recent victories.
We know that struggles continue in many parts of the world. Protest continue against the Timarpur incinerator in India, and the Philippines is also facing new incinerator threats.
GAIA has published and supported a number of new resources to help make the case for a better materials economy—with less waste and more justice. We were thrilled to collaborate with the Story of Stuff Project on The Story of Broke. While the video specifically talks about how government subsidies in the U.S. have been hijacked to support environmentally and economically unsustainable strategies, the core message is relevant to communities around the world.
In the United States, we published reports in November calling for investment in recycling as a climate and jobs solution and critiquing government subsidies available for waste-to-energy projects. This second report includes case studies on the devastating impact such bad government investment has had on communities.